Start und Vorstellung

  • Sparbücher,
  • festverzinsliche Anleihen,
  • Rentenpapier,
  • Lebensversicherungen,
  • Rentenversicherungen,
  • Bausparverträge,

sind klassische Anlageformen, die Sie mit einer großen deutschen Wahrscheinlichkeit gerade als Geldanlage benutzen, um Ihre Altersversorgung, Ihre freien Geldmittel und Sparvorgänge zu organisieren und rentierlich anzulegen. Sie haben dann unmittelbaren Anspruch auf

  • feste oder variable Zinszahlungen an den Fälligkeitsterminen,
  • Sie haben den Anspruch auf die Rückzahlung des Nominalbetrages bei Fälligkeit.

Meist sind es für Sie einfache, unkomplizierte Geldanlagen… sie zahlen 100 Euro ein und bekommen irgendwann 105 Euro zurück. Diese Anlagen haben schon die Eltern und Großeltern getätigt und empfehlen diese weiter. Diese Anlageformen sind aus deutscher Gewohnheit ein Selbstverständnis. Gewohnheit ist machtvoller Faktor im Leben. Nur dieses Paradigma wird auf Grund des derzeitigen Zinsniveau nahe ad absurdum geführt.

All diese Anlageformen, die in meiner Präambel aufgezählt sind, haben derzeit einen Mangel an Ertrag. Ja, sie sind sogar teilweise mit hohen Abschlussgebühren belastet und haben dennoch einen hohen Marktanteil an den Spareinlagen der Deutschen. Die Zeit die Sie, liebe Leser, derzeit benötigen, um aus 100 Euro, die 105 Euro zu machen, wurde in den letzten Jahren immer länger. Man ist derzeit sogar glücklich keine Strafzinsen zu zahlen.

Mein Freund Jörg, ein weltgewandter Berufstaucher, war kürzlich bei seiner Volksbank in Magdeburg und fragte seine Bankberaterin, ob er Strafzinsen auf sein Guthaben zahlen muss. Die Unsicherheit und derzeitige Ratlosigkeit ist groß.
Ihre Entscheidung in diese Geldmarktinstrumente, ob mündelsicher oder nicht, reduziert derzeit den realen Gegenwert an käuflicher Ware. Warum? Die Inflation, subtrahiert um die derzeit die niedrigen Zinsen, endet in „einer negative realen Verzinsung“.
Im Monat Februar 2017 ergab die Statistik der Quelle: tagesgeldvergleich.net einen durschnittlichen Tagesgeldzins von 0,22 % p.a.. Das ergibt bei einer derzeitigen Inflationsrate von aktuell 2,2 % p.a. eine negative reale Verzinsung der Anlagegelder von jährlich -1,98 Prozent.

Übersicht über die derzeitige Verteilung der Geldanlagen in Deutschland

4 Gedanken zu „Start und Vorstellung“

    1. Hallo Ines,
      meinem Freund Tilly wurde von der Volksbank die Angst genommen. Es gibt im privaten Bankgeschäft auf Einlagen meines Erachtens, zumindest hier in Deutschland, noch keine „Strafzinsen“ bei Tagesgeld.
      Außerdem ist „beratungsresistent“ und vertraut Banken und sogenannten „Schlipsträgern“ nicht. Ich denke nicht, daß er in einer Bank eine Sparanlage tätigen würde.

  1. Sehr geehrter Herr Wanzlik,
    die Verzinsung habe ich verstanden Inflation usw. alles klar, das meiste was offiziell über die Zinsentwicklung, oder welchen Wert hat monatliche Warenkorb hat nach meinem dafürhalten nur ein Beruhigen der Bevölkerung ( eigentlich Verschleierung der Tatsache ), die Alternativen werden sich nicht aufhalten lassen.
    Meine Frage wäre, wo liegt das Risiko und wie kann es minimiert werden – Unterschied zwischen Entwicklung einer Immobilie und einer Bestandsimmobilie und dem unterschiedlichen Risiko kann ich mir erklären
    Ist eine interessante Geschichte könnte ich mir gut vorstellen , Frage Risiko ? Derzeit ist ein Immobilienboom was passiert mit den Einlagen wenn die Branche rückläufig ist? Denke mal solche Fragen werden vom Normalbürger kommen. Würde mich gern mehr darüber informieren.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Jürgen S.

    1. Guten Abend,
      meistens hängen alle Geldanlageformen adhäsiv zusammen (Interaktion). Bedeutet, verändert sich das Eine (Zinsen), hat es Auswirkungen auf das Andere (Inflation). Steigen die Kurs bei Anleihen werden Aktien interessanter usw..
      Die Frage ist: „haben wir gerade einen Immobilienboom“ oder „ist einfach das Geld nichts mehr Wert“. Wurde also soviel Geld (Erhöhung der Geldmenge )durch Europa in Umlauf gebracht, das das Geld nicht den entsprechenden Gegenwert findet, um den Wert des Geldes zu stabilisieren.
      Ich denke derzeit haben wir beides in gleich starken Komponenten. Also eine Immobilienboom (keine Immobilienblase) und Geldentwertung durch expansive Erweiterung der Geldmenge (M3). Seit 2000 wurde die Geldmenge in Europa nahezu verdreifacht. Das Besondere in diese Zeit ist jedoch das durch die Digitalisierung und verschiedene Szenarien (preiswerte Rohstoffe, billiges Geld von der Notenbank usw.) die Inflation gebremst wird und dabei die Zinsen niedrig bleiben. Diese Mischung gab es so meines Erachtens in den letzten Jahrzehnten nicht.
      Es gibt aber meines Erachtens immer ein Risiko einer längen und intensiven Phase der Inflation. Versuchen Sie daher immer mit einem Teil Ihres Geldes in inflationistischere Anlagen zu investieren.

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